Facebook

Facebook-Reichweite steigern und neue Leads gewinnen

Mit mehr als 32 Millionen Nutzern allein in Deutschland bietet Facebook eine enorme Reichweite, die Unternehmen lukrative Möglichkeiten eröffnet. Trotzdem stehen Marketing-Beauftragte vor der Frage, warum normale Facebook-Posts kaum noch von der Zielgruppe gelesen werden. Die Antwort: Dadurch, dass immer mehr Inhalte im Umlauf sind, gehen viele Beiträge einfach unter. Außerdem will Facebook, dass das Werbebudget der Unternehmen in Anzeigen fließt – darunter das Werbeformat Lead Ads. In diesem Beitrag erklären wir, wie sinnvoll diese kostenpflichtigen Anzeigen zur Lead-Generierung überhaupt sind. Darüber hinaus zeigen wir dir noch elegantere Wege, um eine größere Reichweite zu erzielen. 

Lead-Generierung über Facebook

Eine kurze Erläuterung: Ein Lead ist eine Person, die ihre Kontaktdaten auf freiwilliger Basis dem Unternehmen hinterlässt. Im Idealfall tut sie das, weil sie an Produkten oder Dienstleistungen interessiert ist und mehr darüber erfahren möchte. Der Prozess der Lead-Generierung beinhaltet also die Kontaktaufnahme zu potenziellen Kunden, die anschließend an den Vertrieb „weitergegeben“ werden. Dies geschieht in der Regel durch qualitative und ansprechende Inhalte, welche die Person zuvor überzeugen konnten. Facebook bietet Unternehmen hierfür mit Lead Ads ein spezielles Werbeformat an: So muss der Nutzer nicht erst auf eine externe Seite weitergeleitet werden, um seine Daten anzugeben. Mit einem Klick auf den Call-to-Action einer entsprechenden Anzeige werden alle zuvor von der Plattform gespeicherten Nutzerdaten direkt und unkompliziert in das Kontaktformular übertragen. Dies erleichtert das Ausfüllen von Formularen erheblich und verringert überhaupt erst die Hemmschwelle beim Interessenten, seine Daten preiszugeben. 

Im Marketing dreht sich meist alles darum, neue Leads zu generieren

Die Alternative: Organische Reichweite 

Neben den kostenpflichtigen Facebook Lead Ads gibt es sinnvolle Alternativen, um die Aufmerksamkeit für die Unternehmens-Posts zu steigern und Leads zu generieren. Hierfür sollten überzeugende, den Kunden ansprechende Inhalte kreiert werden. Außerdem gilt es, die Möglichkeiten der Plattform zu kennen und gekonnt auszureizen. Genau hier setzen unsere 7 Tipps an, die für eine höhere Reichweite sorgen, ohne dabei für Werbemaßnahmen bezahlen zu müssen. 

Emotionale Beiträge funktionieren in sozialen Netzen am besten: Bringe deine Follower idealerweise ab und zu zum Schmunzeln

Tipp 1: Mit Inhalten einen Mehrwert schaffen

Hier gilt die Devise: Qualität statt Quantität. Überlege vor einem Post, ob der Inhalt wirklich das Interesse der Zielgruppe auf sich zieht – Stichwort „Emotionen erzeugen“! Der Mehrwert muss nicht bedeuten, das Leben einer Person von Grund auf zu verändern, sondern vielmehr den Wunsch zu erzeugen, sich mit dem Inhalt des Beitrags zu beschäftigen. Als Belohnung interagieren die Nutzer mit dem Post, was automatisch zu mehr Reichweite auf Facebook führt.

Tipp 2: Neue Formate ausprobieren

Anstatt den immer gleichen Mix aus Text, Bild und gelegentlichen Videos zu nutzen, solltest du den Nutzern Abwechslung geben. Hierfür bieten sich z. B. Live-Videos an, die neue Möglichkeiten in der Erstellung von Inhalten ermöglichen: Ein Rundgang durch die Firma und ein kurzes Interview mit einem Mitarbeiter liefern persönliche Eindrücke und sorgen für Sympathien – außerdem sorgt es für Vertrauen, was gerade bei der Lead-Generierung entscheidend ist. Schließlich geht es um die Preisgabe vertraulicher persönlicher Daten. 

Tipp 3: Populäre Beiträge aus deiner Branche teilen

Inhalte aus deiner Branche, die bereits gut angekommen sind, bewähren sich. Was für dich nur einen Klick auf „teilen“ bedeutet, sorgt für die Etablierung deines Expertenstatus – der fremde Beitrag wird nun

Zeige Persönlichkeit: Stelle zum Beispiel deine Mitarbeiter oder deine Räumlichkeiten in einem Video vor

auch mit dir und deinem Unternehmen assoziiert und erhöht die Reputation. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie du regelmäßig qualitativ hochwertige Beiträge zu deinem Thema findest. Ein nützliches Tool ist BuzzSumo, welches den sogenannten Facebook Analyzer enthält – er erleichtert dir die Suche nach passenden Inhalten zu deinen Suchbegriffen. 

Tipp 4: Re-Poste eigene erfolgreiche Inhalte

Nutze bei Facebook den Menüpunkt „Statistiken“, um zu erfahren, welche deiner Inhalte in der Vergangenheit am meisten Beachtung fanden. Wir empfehlen hierbei einen Abstand von mindestens 6 Monaten, nach denen du erfolgreiche Posts nochmal veröffentlichen kannst. Sonst läufst du Gefahr, Nutzer mit ständigen Wiederholungen abzuschrecken. Außerdem empfiehlt es sich, auf so genannten „Evergreen Content“ zu setzen – Inhalte also, die zeitlos und auch nach Monaten und Jahren immer noch relevant sind. 

Über Statistiken kannst du sehen, welche Inhalte besonders gut funktioniert haben
Komme mit deinen Followern und Besuchern ins Gespräch

Tipp 5: Diskussionen am Laufen halten

Mit ein paar Kommentaren zu einem aktuellen Post ist es noch nicht getan. Gehe auf die Kommentare der Nutzer ein, werfe neue Fragen in den Raum und sorge somit für mehr Interaktion unter den Beiträgen. Du erhältst außerdem die Möglichkeit, mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen – hier agiert kein „stummes“ Unternehmen, das sich in den Hintergrund zurückzieht. Es ist wichtig, als Ansprechpartner sichtbar zu bleiben und sich zu präsentieren. Dies sorgt ebenfalls für mehr Interaktion und führt somit zu mehr Sichtbarkeit auf Facebook. 

Tipp 6: Vorsicht vor zu viel Werbung

Hier gilt die 80/20-Regel: 80 % des Beitrags sollten keinen werbenden Charakter haben. Beiträge, die inhaltlich bloß darauf abzielen, zu verkaufen, verscheuchen jeden potenziellen Kunden. Zuerst soll das Interesse für das Thema geweckt werden, damit ein Bedürfnis entsteht. Die restlichen 20 % darfst du nutzen, um für dieses Bedürfnis eine Lösung in Form eines Produkts oder einer Dienstleistung anzubieten. Wer mit seinen Beiträgen primär unterhält oder informiert, erzielt auf einer Plattform, welche überwiegend zu Unterhaltungszwecken genutzt wird, bessere Ergebnisse. 

Tipp 7: Auf Trends und aktuelle Geschehnisse eingehen

Wer auf dem Laufenden bleibt und aktuelle Ereignisse in seinen Posts aufgreift, holt seine Zielgruppe dort ab, wo sie gedanklich sowieso schon ist. Aktuelles aus der Branche oder Geschehnisse, die fast jeden betreffen, wie z. B. eine Fußball-EM, bieten außerdem Inspiration und Material für die eigenen Inhalte. 

Ein Mix aus gelungenem Content und Anzeigenwerbung erzielt gute Erfolge

Fazit

Diese 7 Tipps haben gezeigt, dass es neben Facebook Lead Ads noch andere Möglichkeiten gibt, Leads zu generieren und die Sichtbarkeit der Unternehmensbeiträge auf der Plattform zu steigern. Dabei sollte die Möglichkeit, Lead Ads für sich zu nutzen keinesfalls im Vornherein ausgeschlossen werden. Das Anzeigenformat erleichtert die Lead-Generierung enorm, jedoch sollte es nicht die einzige Maßnahme zur Akquirierung von Kundendaten bleiben. Ein ausgewogener Mix aus den hier vorgestellten Alternativen führt mit größerer Sicherheit zum Ziel. 

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